CDU für Erhalt von eindeutig erkennbaren Fuß- und Radwegen

Anders als es die Grünen in ihrem Antrag für den Bauausschuss am 15.02. fordern, wird die CDU-Fraktion dafür stimmen, dass Fuß- und Radwege auch weiterhin durch graue, bzw. rote Pflasterung klar erkennbar bleiben. Wo die Wegebreite keine separaten Wege zulässt, soll, wie seit Längerem praktiziert, weiterhin grau-rot gestreift gepflastert werden, um auch optisch die mögliche Nutzung durch beide Verkehrsteilnehmer klar zu signalisieren.

Es hat viele Jahre gedauert, bis den Straßenverkehrsbehörden klar wurde, dass Verkehrsteilnehmer auf Anordnungen nur dann reagieren, wenn aus einer Beschilderung auf oder neben der Fahrbahn der Sinn der Regelung deutlich hervorgeht.

Erst wenn z.B. zu einem Zeichen, das 30 km/h anordnet, noch Wörter wie Kinder, Lärmschutz oder Senioren sichtbar werden, wird auch tatsächlich das Tempo reduziert.

Es versteht sich daher von selbst, dass es immer auf kluge Signale an Verkehrsteilnehmer ankommt, wenn man bei Fuß- und Radwegen mit unterschiedlichen Farben operiert. So haben inzwischen alle verstanden, dass bei Neuanlagen bzw. Straßenüberführungen von Fahrradwegen die Farbe ROT und bei Fußwegen GRAU eingesetzt wird, um Wiedererkennungseffekte zu erzielen.

In Schenefeld ist ein gutes Beispiel für die Umsetzung dieser Überlegungen der Osterbrooksweg (s.Foto). Weil der seitliche Verkehrsraum für die Neuanlage von getrennten Fuß- und Radwege nicht ausreichte, wurde mit den Wechseln zwischen ROT und GRAU deutlich gemacht, dass sich hier Radfahrer und Fußgänger die Fläche teilen sollen.

Gemischter Fuß- und Radweg am Osterbrooksweg.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit wäre es zu begrüßen, wenn bei allen Neuanlagen in unserer Stadt dieses lobenswerte Beispiel weitergeführt würde.

Nachdem die Grünen offenbar einsehen, dass die Verbannung von Radfahrern auf Radfahrstreifen auf der Straße (die sie sich mit PKW- und Lastverkehr dicht an dicht teilen müssten) nicht umsetzbar und vor allem nicht gewollt ist, ist ihr Antrag am 15.02. offenbar ein Versuch, dies durch die Hintertür zu erreichen. Ginge es nach ihnen, würden in Zukunft auch alle gemischten Fuß- und Radwege grau gepflastert werden; nur Schilder sollen auf die Nutzung hinweisen. Dies wird die CDU-Fraktion nicht mittragen und im Sinne der o.g. Verkehrssicherheit für die bisherige Gestaltung (s. Foto) Stimmen. Die Möglichkeit zum sicheren Fahradfahren jenseits der Straße muss auch optisch klar erkennbar bleiben.

Hans-Detlef Engel

Telefon : 040 8300704
  • Bürgerliches Mitglied
  • Ausschuss für Stadtdentwicklung und Umwelt


Hans-Detlef Engel

2 Gedanken zu „CDU für Erhalt von eindeutig erkennbaren Fuß- und Radwegen

  1. Sabine Pünner

    Die 2 farbigen Fuß und Radwege sind ja ganz schön, aber was ist mit dem Kiebitzweg?? Als Fuß- und Radweg ist es eindeutig VIEL zu eng, da nützt auch keine neue Pflasterung nichts! Man hört aber überhaupt nichts um dort den Weg sicherer zu machen.
    Und was ist mit der 5 Arm Kreuzung Lornsenstr.-Friedrich Ebert Allee??? Es ist ein so großer Verkehrsknotenpunkt der schon seit langem nach einem Kreisel schreit. Die Schadstoffbelastung würde massiv zurückgehen (man schaue sich nur den Kreisel am Heideweg an!) und für alle Verkehrsteilnehmer wäre es wesentlich besser. Das Argument, das ein ovaler Kreisel zu gefährlich sei halte ich für einen Aprilscherz! Sind sie schon einmal in Frankreich Auto gefahren? Dort existieren sogar Kreisel, die unter Autobahnen zweispurig laufen und es ist ein Genuss. Über einen Kommentar würde ich mich freuen.
    Mit frdl. Gruß Sabine Pünner

    1. Hans-Detlef Engel

      Sehr geehrte Frau Pünner,

      Ihre Sorgen sind auch unsere Sorgen! Leider können wir Ihnen in Sachen Fünffingerkreuzung und Kiebitzweg keine Hoffnung auf eine schnelle Änderung der bestehenden nicht sehr glücklichen Lösung machen. Die Stadt arbeitet nach einer gerade abgeschlossenen Verkehrsuntersuchung daran, für das Jahr 2035 und nicht für die nahe Zukunft ein Gesamtkonzept zu erstellen, das versuchen wird, alle Verkehrsteilnehmer möglichst sicher ans das jeweilige Ziel kommen zu lassen.
      Uns als CDU liegt dabei einerseits besonders am Herzen, Gefahren für die schwächeren Verkehrsteilnehmer auszuschließen ( Stichwort Schulweg-sicherung, Radfahrer und Fußgänger ) und andererseits den notwendigen Wirt-schaftsverkehr nicht zu sehr einzuschränken.

      Freundliche Grüße. Hans-Detlef Engel

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