Edeka: Sinnvolle Ergänzung für Schenefeld

Die CDU-Fraktion kommt auf Ihrer Klausurtagung zu dem Entschluss, die Planungen zum Neubau eines Edeka-Marktes mit Getränkemarkts zu befürworten.

Der bestehende Bebauungsplan im Bereich am Schenefelder Platz, der für einen Edeka-Markt vorgeschlagen ist, erlaubt die Ansiedlung von Einzelhandel. Bekanntlich gab es mit dem Discounter Aldi im selben Gebiet bereits über viele Jahre einen solchen Anbieter. Im gemeinsam verabschiedeten Stadtentwicklungskonzept 2020 stellt die Politik zudem ebenfalls fest, dass ein Einzelhändler an diesem Standort ausdrücklich erwünscht ist.

Diese Einschätzung teilt die CDU-Fraktion im Gegensatz zu Rot-Grün noch immer und würde einen neuen Markt begrüßen. Auch ist für die CDU-Fraktion nachvollziehbar, dass moderne Einzelhandelsstandorte im Sinne der Barrierefreiheit und Einkaufsqualität etwas größer ausgelegt sind, als es der vorhandene B-Plan vorsieht und würde einen um einige hundert Quadratmeter größerem Markt zustimmen – zumal der Getränkemarkt im bestehenden Gebäude (ehemals Aldi) untergebracht wäre.

Visualisierung des Edeka-Marktes am Schenefelder Platz. Aus: öffentliche Vorlage VO/670/910/17 der Stadt Schenefeld

Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist der Anbieter. Edeka würde das in Schenefeld vorhandene Angebot (Penny, Aldi, Lidl und Rewe) um einen nicht vorhandenen Markt mit zusätzlichem Angebot/Sortiment sinnvoll erweitern.

Das für diesen Bereich vorhandene Verkehrsgutachten schätzt einen solchen Standort für vertretbar ein; die zweiteilige Zufahrt würde für zusätzliche Entlastung sorgen.

Eine vier- oder fünfgeschossige Bebauung, wie sie in Lurup an der Luruper Hauptstraße vorhanden ist und von Rot-Grün massiv auch für Schenefeld (und dies nicht nur im Bereich Schenefelder Platz) forciert wird, lehnt die CDU-Fraktion ab. Hiermit würde sich die Stadt zunehmend vom Ziel „Lebensqualität im Grünen“ entfernen und auch die Wohnqualität für entsprechende Anwohner wäre beschränkt und mitnichten günstig, wie es o.g. Situation in Lurup zeigt. Ein Einzelhändler würde hingegen die dahinter angesiedelten Anwohner von Schenefelds lärmintensivster Straße abschirmen. Die jüngsten Planungen im Bereich Aldi/Friedrich-Ebert-Allee haben gezeigt, dass eine mit den Anwohnern abgestimmte Planung für alle Seiten von Vorteil ist; eine solche würde die CDU-Fraktion auch an diesem Standort vom Investor erwarten.

Wieso Rot-Grün zu wissen behauptet, dass die Schenefelder einen Edeka nicht bräuchten oder wollen, ist der CDU-Fraktion rätselhaft. Die vielen Schenefelder Einkäufer in Rellingen/Halstenbek deuten auf das Gegenteil hin. Aufgabe der Politik ist es doch zu entscheiden, ob eine solche Ansiedlung städteplanerisch akzeptabel ist, und nicht, die Bürger zu bevormunden. Diese können ihren Einkauf selbst bestimmen.

Tobias Löffler
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