Lärmminderung beim Straßenverkehr in Schenefeld

Um die Beeinträchtigung der Bürger – gerade zur wichtigen Zeit während der Nacht – durch Lärm zu reduzieren, wird die CDU-Fraktion im nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Tempoabsenkungen in der Nacht und den Einsatz von Flüsterasphalt beantragen. 

Schon bald wird der Ausschuss  über den Lärmaktionsplan der Stufe zwei entscheiden. Dazu hat die Verwaltung die Politik aufgefordert, Einwände der Träger des öffentlichen Personennahverkehrs und der Polizei gegen ganztägige Anordnungen von 30 Km/h auf Haupt-verkehrsstraßen zurückzuweisen und die Verkehrsaufsicht des Kreises zu bitten, trotz der Bedenken zur Anordnung zu schreiten.

Die CDU wird dieser Aufforderung nicht folgen, weil die Begründungen sowohl der Betreiber der Buslinien M21, 602, 186, 285 und M2 stichhaltig sind und auch die Polizei mit ihrer Ablehnung des Vorhabens Recht hat.

Die CDU-Fraktion meint, dass es keinen Sinn ergibt, die durch das 200 Millionen teure Bus-Beschleunigungsprogramm in Hamburg gewonnenen Minuten, in Schenefeld wieder aufzuzehren. Wir möchten auch nicht, dass die vielen Benutzer des ÖPNV Anschlüsse verpassen, oder dass Schenefeld für die Verteuerung des Busverkehrs Zusatzkosten aufgebürdet werden.

Die Verkehrsdirektion Bad Segeberg der Polizei führt die Rechtvorschrift  nach § 45 Abs. 9 StVO an (Verkehrseinrichtungen wie Tempo-30-Zonen sind nur bei besonderen Umständen zwingend geboten) und kündigt zudem an, eine eventuelle Absenkung des Tempos von bisher 50 auf 30 Km/h , nicht kontrollieren zu können. Dieses zu ignorieren hält die CDU-Fraktion für kritisch, weil es sinnlos erscheint, von den Verkehrsteilnehmern nicht akzeptierte Anordnungen zu treffen, die dann noch nicht einmal kontrolliert werden können.

Aus den genannten Gründen bittet die CDU die Vertreter anderer Parteien darum, in der Sache den Verwaltungsvorschlag zurückzuweisen und nachfolgendem Antrag zuzustimmen:

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Verkehrsaufsicht des Kreises Pinneberg zu bitten, baldmöglichst für die innerörtlichen Straßen, die bisher nachts mit 50 Km/h befahren werden durften, mit dem Verkehrszeichen 274 und den Zusatzschildern  22 – 06 Uhr die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 Km/h zu begrenzen.
  1. Alle Straßensanierungen bzw. Neubauten sind zukünftig in Schenefeld mit  lärmarmen  Belägen (Flüsterasphalt) auszuführen.

Die CDU-Fraktion ist fest davon überzeugt, dass bei Umsetzung dieses Antrags der lärmgeplagten Bevölkerung am besten gedient ist und Schenefeld nach Wedel (Dort ist auf der B 431 nachts 30 Km/h angeordnet) gute Chancen bei der Verkehrsaufsicht des Kreises zur Umsetzung hat. Auch werden Tempobeschränkungen, die mit Lärmschutz begründet werden, allgemein auch unkontrolliert angenommen.

Hans-Detlef Engel                                                                                                                                               CDU-Fraktion

 

Hans-Detlef Engel

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