Nicht jeder Simon wird ein Petrus

Der Weihnachtszeit entsprechend betrachten wir eine biblische Geschichte aus dem Leben und Wirken von Jesus, der in diesen Tagen bei allen christlichen Menschen eine große Wichtigkeit erfährt. Und was uns diese Geschichte lehrt.

Der Fischer Simon hatte die ganze Nacht mit allen Netzen gefischt, jedoch nichts gefangen. Morgens am Ufer angekommen, bemerkte Jesus die leeren Fischkörbe und riet dem Fischer Simon: “Fahre hinaus und wirf das Netz zur anderen Seite des Bootes aus.” Simon glaubte nicht an den Erfolg und wollte den Rat nicht befolgen. Um zu zeigen, dass auch so keinerlei Fisch ins Netz ging, befolgte er den Rat Jesu. Plötzlich war das Netz voller Fisch, es drohte zu reißen und andere Fischer mussten Simon zur Hilfe eilen. Als Simon an das Ufer mit vollen Körben kam, sank er vor Jesus auf die Knie, weil er ihn erkannt hatte, und sagte: “Vergib mir Meister, ich habe gesündigt und an deinem Wort gezweifelt.“ Später wurde aus Simon ein Jünger namens Petrus.

Auch verkürzt wiedergegeben eine schöne Geschichte. Doch was kann man daraus auf die heutige Zeit übertragen?

Viele Menschen tun sich schwer, mit dem Rat eines anderen umzugehen. Sie denken zu oft, dass sie es allein könnten und selber besser wüssten. Schließlich haben sie es schon immer so gemacht. Warum soll ein Rat, ein Vorschlag, der etwas anderes, etwas, worauf man selbst nicht gekommen ist, richtig sein? Warum einen solchen Rat annehmen oder gar befolgen? Nur wenige Zeitgenossen haben die menschliche Größe des Simon, dem späteren Petrus, einzugestehen, dass der Rat des anderen richtig und gut war; dass der Vorschlag zum Ziel führt. Im Gegenteil: Sie setzen oftmals alles daran, den Rat niederzureden, um es ganz heimlich oder mit anderen Worten doch genauso zu machen. Sie wollen den Ruhm nicht dem Ratgeber zuteil werden lassen, sondern sich selbst besser darstellen.

Wie im Falle des Antrages der CDU zur Reform und Ausbau der IT-Ausstattung und -Nutzung an Schenefelds Schulen. Der Antrag ist richtig und zukunftsweisend. Es ist ein Rat an alle kommunalen Politiker, den Schulen verlässliche Planungssicherheit für notwendige Reformen zu geben. Mit einem exakt festgelegten Rahmen, deren Inhalt die Schule selbst zu füllen hat; nicht die Politik am runden Tisch. Jedoch kann aus dem ROT-GRÜNEN Simon kein Petrus werden. Sie haben weder die Größe noch Mut, dem von ihnen selbst als richtig anerkannten Vorschlag der CDU zu folgen. Das größte Interesse des ROT-GRÜNEN Simons ist sich selbst zu inszenieren.

Interessanter Weise hat ROT-GRÜN versucht es so zu drehen, als sei die CDU als Ratgeber und Antragsteller nicht bereit einen Kompromiss einzugehen. Nur was soll das für ein Kompromiss sein, der nur darauf abzielt, den eigentlichen fremden und richtigen Vorschlag auf die eigene Fahne zu schreiben? Das politische Farben-Duo in der Rolle des Simon wird nicht zu einem Petrus werden können, auch wenn deren Redner es verkünden. Dazu fehlt wahre Aufrichtigkeit und politische Größe.

Holger Lilischkis
CDU-Fraktion Schenefeld

Holger Lilischkis
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