Pflasterarbeiten: Rot-Grünes Kasperletheater?

Zum Bauausschuss am 20.10. haben Grüne und SPD zum wiederholten Male die Art und Weise, wie Pflasterarbeiten erfolgen sollen, auf die Tagesordnung gebracht. Die CDU-Fraktion ist verwundert und fragt sich, wie die (angebliche) Pflickschusterei auf unseren Geh- und Radwegen beendet werden soll, wenn Rot-Grün immer wieder neue Vorgaben machen will?

In der Vergangenheit waren es zuerst die Farbe, dann die Art der Pflastersteine, auch Form und Breite wurden bisher in aller Ausführlichkeit diskutiert. Nun haben die Vertreter von SPD und Grünen einen weiteren Aspekt entdeckt und meinen, hiermit den großen Wurf erreicht zu haben: Die Richtung der Pflasterung.

In dem inhaltlich sehr vage formulierten Antrag zum Bauausschuss verspricht man sich von einer Pflasterung in Längsrichtung weniger störende Fugen für die Verkehrsteilnehmer. Doch was bedeutet Längsrichtung? Ist dies tatsächlich angenehmer für Radfahrer und andere? Und sollen Radfahrer lt. Rot-Grün nicht ohnehin auf der Straße fahren? (Laut StVO dürfen diese bis auf Kinder auf Gehwegen auch gar nicht fahren). Aus gutem Grund erfolgen Pflasterarbeiten seit Langem im Verbund. Aus welcher politischen Expertise folgern die Antragssteller, dass dieser obsolet ist? Die meisten Fragen und Aspekte bleiben im Antrag ungeklärt, sodass eine zielführende Auseinandersetzung mit diesem nicht möglich ist, selbst wenn die Diskussion (wieder einmal) beginnen wollte.

Inzwischen bietet sich in Schenefeld ein buntes Bild an Pflasterarbeiten. Dies ist zum einen den örtlichen Begebenheiten und der Historie geschuldet, nicht zuletzt aber immer neuen Rot-Grünen Zielvorgaben. Subjektiv mag das Empfinden hierüber unterschiedlich sein, d.h. viele mag dies gar nicht weiter stören. Doch insgesamt hat dies schon Züge politischer Realsatire. Bemerkenswerte Randnotiz: Zuletzt fand Rot-Grün keine Mehrheit für den Antrag im Bauausschuss, da ein SPD-Ausschussmitglied die Zustimmung verweigerte. Also ließ man einfach nochmal abstimmen, als die Besetzung passte.

Davon abgesehen, dass es auch für die ohnehin überlastete Verwaltung eine Zumutung ist, mit immer neuen bürokratischen Vorgaben belastet zu werden, lehnt die CDU-Fraktion wenig zielführende Anträge wie diesen ab und hofft, dass sich die politische Mehrheit auch hier auf einen gesunden Pragmatismus besinnt. Nicht, dass unsere Gehwege in Zukunft rot-grün kariert gepflastert werden…

Tobias Löffler

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