Quo vadis – Stadt im Grünen?

B45 Friedrich-Ebert-Allee/Lornsenstraße. Hinter dem in der Ratsversammlung am 19.06.2020 von SPD/Grünen und BfB verabschiedeten Aufstellungbeschluss verbergen sich 53 neue Wohneinheiten auf dem jetzigen Eberts-Gelände. Optisch mag dies zunächst ein Fortschritt sein. Doch das Gewerbebiet wird zum Mischgebiet  Konfliktpotential für die ansässigen Betriebe und zukünftigen Bewohner. 

Auch bei diesem Tagesordnungspunkt mahnte die CDU-Fraktion an, endlich das seit Langem geforderte Stadtentwicklungskonzept zu verabschieden, um endlich zu klären, wie viel und wo Bebauung in Zukunft erfolgen soll, und vor allem, welches Limit an Nachverdichtung gesehen wird. Ansonsten wird das Motto „Stadt im Grünen“ Schritt für Schritt zur Farce. 

Aktuell werden fast monatlich immer neue Bebauungsprojekte beschlossen. Mal sind es ein halbes Dutzend, mal, so wie hier, über 50 neue Einheiten. Einen konkreten Plan haben Rot-Grün dabei leider nicht. Daher lehnte die CDU-Fraktion den Beschluss zum Bebauungsplan 45 ab. 

Im konkreten Fall kommt hinzu, dass mit der de-facto Umwandlung in ein Mischgebiet mitten in einem Gewerbegebiet neue Probleme geschaffen werden. Die ansässigen Betriebe müssen (z.B. aufgrund von Lärmemissionen) Konflikte und Restriktionen befürchten; die neuen Bewohner sich hingegen versuchen mit einem Standort zwischen Einzelhandel, Parkplatz und Gewerbe zu arrangieren. 

Schenefeld mangelt es an Gewerbegebieten; da die Gewerbesteuer einen wesentlichen Anteil am kommunalen Haushalt darstellt und gleichzeitig große Investitionen auf die Stadt zukommen, tut jeder Verlust von Gewerbegebieten und damit potentiellen Steuerzahlern, doppelt weh. 

Solch kurzfristiges Denken kann sich also rächen. Die CDU-Fraktion wird weiter auf die Neufassung des Stadtentwicklungskonzeptes drängen. Die Stadt im Grünen hat für uns oberste Priorität, und zwar nicht nur für die Randbereiche. Ein vierstöckiger Komplex wie im B45 hat hiermit nur noch wenig zu tun. Auch im Kern von Dorf und Siedlung muss Grün erlebbar bleiben. Dies erreichen wir nicht durch immer neue massive Bebauung und Belastung der Infrastruktur. 

CDU-Fraktion Schenefeld

Tobias Löffler

Pressesprecher

Tobias Löffler

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