Regelung des Radverkehrs in der Blankeneser Chaussee

Die CDU hat gewichtige Gründe für die Beibehaltung der gültigen Regelung und wird eine Umbeschilderung im zuständigen Ausschuss ablehnen.

Hier eine Zusammenfassung für die Ablehnung in Form von kurzen Erklärungen:

1. Eine Veränderung dient nicht der Hebung der Verkehrssicherheit an dieser Stelle, sondern zielt darauf ab, im Sinne der GRÜNEN ohne Rücksicht auf den Wirtschaftsverkehr den Verkehrsraum insgesamt in Schenefeld umzuverteilen! Die Blankeneser Chaussee ist lediglich der Versuch einen Präzedenzfall zu schaffen.

2. Die bisherige Regelung hat sich trotz der beengten Verhältnisse seit Jahrzehnten bewährt. Es gibt keinen Grund, das auf beiderseitigem Verständnis zwischen Fußgängern und Radfahrern beruhende gute Miteinander durch veränderte Anordnung zu stören und allein für eine Gruppe vier unvermittelbare Möglichkeiten anzubieten (Langsame Radler, schnelle Radler, Kinder auf Rädern bis 8 Jahre und Kinder bis 10 Jahre)

3. Mit der Erlaubnis, mit dem Rad auf der Fahrbahn unterwegs zu sein, bewirkt man, dass ohne Not plötzlich Verkehrsteilnehmer „gemixt“ werden, von denen die Kraftfahrzeugführer per Ausbildung und Prüfung gründlichst auf die Verkehrsteilnahme vorbereitet werden, während die Fahrradfahrer nur in unzureichendem Maße jemals mit Begriffen wie. Gefahrenlehre, Gefühle beim Fahren, Sozialverhalten im Straßenverkehr u.v.A.m. konfrontiert wurden. Noch heute gelingt es auch in Schenefeld nicht, den nachwachsenden Kindern über kleine Grundeinweisungen hinaus vernünftigen Verkehrsunterricht zu erteilen.

4. Nur im Bereich aktive Sicherheit hat es bei beiden Verkehrsmitteln seit ihrer Erfindung gewaltige Verbesserungen gegeben. Anerkanntermaßen sind Bremsen, Beleuchtungen, Bereifungen und Bedieneinrichtungen von Fahrrädern und Kraftfahrzeugen fortlaufend optimiert worden. Dabei wurde allerdings nicht daran gedacht, dass auch Radfahrer ständig mit Spiegeln über das Geschehen hinter sich informiert sein müssen und als Mitschwimmer im Verkehrsfluss auf Fahrbahnen selbstverständlich Fahrtrichtungsanzeiger benötigen. Die passive Sicherheit der Radler ist eine Null.

5. Ein solider Bordstein ist und war schon immer wichtiges Element, um den Kfz-Verkehr vom Radverkehr zu trennen. Diese Trennung durch Linien zu ersetzen oder durch Umbeschilderung unwirksam zu machen, bedeutet, dass nach Kollisionen zwischen einem Kraftfahrzeug und einem Fahrradfahrer ein schwerverletzter Radlenker auf der Straße liegt, und ein geschockter Autofahrer ohne Schrammen aus seinem Fahrzeug steigt. Die allgemeine Sturzgefahr von Radfahrern und die Gefahr, nach leichten Unfällen überfahren zu werden, darf man keineswegs vergessen.

Kfz haben Airbags, Sicherheitsgurte, Sicherheitsglas, Sicherheitslenksäulen u.V.a.m.! Die Knautschzone eines Radfahrers ist seine Nase!
Trennung aufgeben bedeutet Gefahrenpotenzierung!!!

6. Bei Diskussionen über Veränderung von Regelungen ist zu bedenken, dass Menschen, Verkehrsteilnehmer Gefühlssteuerungen besitzen, die man grundsätzlich nur durch Überzeugung und nicht durch “Aufpfropfen“ positiv in den Griff bekommt.

In diesem Sinne sind alle Äußerungen zum Thema sensibel auf die Goldwaage zu legen. Es ist ganz besonders den GRÜNEN bisher nicht gelungen, im Sinne des § 1 der StVO vom “Feindbild“ Auto wegzukommen und auf gedeihliches, und unfallfreies Miteinander zu zielen!

Wer außer auf Straßen mit ohnehin geringer Grundgeschwindigkeit (30er Zonen) ohne Not langsame und pendelnde Radfahrer auf die Fahrbahn bringt, muss sich nicht wundern, wenn dadurch unfallträchtige Aggressionen entstehen.

Die CDU wünscht sich dringend eine Verbesserung der vorhandenen Radwege. Regelungsänderungen wird sie nicht mittragen.

Hans-Detlef Engel
CDU-Fraktion

Hans-Detlef Engel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.