Rot-Grün will neues Problemviertel genehmigen

Die politischen Akteure von Rot und Grün haben aus den Problemen der 90er Jahre nichts gelernt. Nachdem durch die massive Bebauung am Schulzentrum Achter de Weiden 10 Jahre eine soziale Betreuung an diesem Standort erforderlich war, will Rot-Grün am Stadtzentrum n o c h massiver bauen.

Während in Schenefeld im Schnitt pro Hektar Bauland zirka 54 Einwohner leben, sollen mit den Plänen der Lukas Bau auf 0,625 Hektar 200 Einwohner leben. Das sind umgerechnet 307 Einwohner pro Hektar. Auf einem Grundstück von 9.945 m2 sollen 13.000 m2 Geschoßfläche entstehen. So etwas gibt es bisher in Schenefeld nicht.

Die CDU-Fraktion hält an dieser Stelle eine Wohnbebauung für möglich. Aber eine so massive Bebauung halten wir für nicht vertretbar.

altmann

1. Gewerbe 2. geförderter Wohnungsbau 3. freier Wohnungsbau

Die Stadt Schenefeld verfügt mit Abschluss des Stadtentwicklungskonzeptes 2015 über 9750 Wohneinheiten. Durch Änderungen in der Gesellschaft kommt es jetzt schon zu Engpässen in der Kinderbetreuung und bei den Schulen. Die Straßen sind zu eng und andere Einrichtungen befinden sich ebenfalls an der Belastungsgrenze. Hier wird ein nicht gepflegter Gewerbestandort umgewandelt in ein Problemgebiet. Es wäre besser gewesen, die Probleme offen zu diskutieren, anstatt sich von einem Investor massiv unter Druck setzen zu lassen. Wir als CDU lehnen so eine kopflose Stadtplanung vehement ab.

In seiner Sitzung am 11.02.2016 gab die große politische Mehrheit von Rot-Grün sowie OfS und BfB den Forderungen des Investors uneingeschränkt (!) nach. Die Verwaltung wurde entsprechend beauftragt, Vorbereitungen für einen neuen Bebauungsplan an dieser Stelle zu treffen. Die CDU-Fraktion wird sich nichtsdestotrotz in den nächsten Ausschüssen und der am Ende entscheidenden Ratsversammlung für eine gemäßigte Lösung einsetzen.

Hans-Jürgen Rüpcke                                                                                                                         Vorsitzender CDU-Fraktion

Hans-Jürgen Rüpcke

Ein Gedanke zu „Rot-Grün will neues Problemviertel genehmigen

  1. Gerhard Siemoneit

    Im Grunde genommen hat die CDU hier in diesem Falle vollkommen recht. Eigentlich war sogar vor kurzem noch diese marode Gewerbe-Immobilie am sog. Stadtzentrum für die Errichtung einer Filiale “Kaufland” vorgesehen, die nun den Eckhoffplatz bereichert. Aber, jetzt hat die Rot-Grüne Koalition eine geniale Idee, um Schenefeld auf Jahre hinaus, ein Wohnproblem-Viertel zu bescheren. Der rund
    30 % ige Sozialwohnungsanteil der über 100 Neubauwohnungen wird mit Sicherheit von Zugewanderten aus dem Großbereich Hamburg belegt werden. Ganz zu schweigen, dass vernünftige B-Pläne im “Stadtteil Siedlung” von dieser Koalition stets torpediert werden, müssen nun alle Bürger Schenefelds diese voraussehbare Wohnungs-Fehlplanung mit den Steuergeldern auch noch später wieder – jahrein,jahraus – laufend sanktionieren. Diese geniale Idee haben gewiss nicht die Absolventen der hiesigen “Oberschule” beigesteuert.

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