Rückblick 2016 – Ausblick 2017

Zum Jahreswechsel bat das Schenefelder Tageblatt die Fraktionen um ein Fazit für 2016 und einen Ausblick auf die wichtigsten Projekte 2017. Hier lesen Sie das vollständige Interview mit unserem Fraktionsvorsitzenden Hans-Jürgen Rüpcke und Pressesprecher Tobias Löffler: 

Wie lautet Ihr Fazit 2016?

Tobias Löffler: In fast allen Bereichen konnte die CDU ihre Ziele erreichen – entsprechend positiv ist das Fazit. Dies gelang trotz häufig wechselnder Mehrheiten, was uns als Fixpunkt in Sachen Kompetenz und Vernunft in der Schenefelder Kommunalpolitik bestätigt.

Welche wichtigen Initiativen Ihrer Fraktion sind in diesem Jahr gelungen?

Hans-Jürgen Rüpcke: Unser Hauptanliegen, die Schulen zu modernisieren, anstatt sie nur zu sanieren, schreitet voran. Herr Weck als IT-Beauftragter hat sich in der von uns im letzen Jahr geschaffenen Stelle als feste Größe etabliert; die Digitalisierung wird in allen vier Schulen verwirklicht.

An den Kreuzungen Engelbrechtsweg/Luruper Hauptstraße und Parkgrund/Altonaer Chaussee konnten wir Wegführungen nach verkehrssicheren Konzepten durchsetzen. Auch der Radverkehr wird weiterhin neben den Hauptstraßen ermöglicht und wurde nicht auf diese gezwungen. Der Aldi-Neubau in der Friedrich-Ebert-Allee wird unter substantiellen Nachbesserungen seitens des Investors an der von uns favorisierten Stelle stattfinden.

Dies alles gelang ohne zusätzliche Steuererhöhungen, die wir auch für den Haushalt 2017 verhindern konnten.

Was hat nicht geklappt?

Löffler: Leider konnten nicht alle geplanten baulichen Maßnahmen termingerecht umgesetzt werden.

Was ist in Schenefeld generell politisch falsch gelaufen? Was waren die Flops?

Rüpcke: Der Beschluss des B-Plans 35 (Stadtzentrum/Kiebitzweg) durch Rot-Grün ist für uns ein städteplanerischer Flop.  Die zugelassene massive Bebauung überfordert die städtische   Infrastruktur an dieser Stelle und wird auch die Lebensqualität der zukünftigen Bewohner     erheblich einschränken.

Wie wollen Sie den Stadtkern 2017 mitgestalten?

Rüpcke: Wir halten an unserem bisherigen Ziel fest: Ein kompaktes Bürgerzentrum gegenüber des Rathauses, das die Bücherei, das Bürgerbüro und die Sozialstation unter ein Dach bringt. Zusätzlich soll Wohnbebauung den Standort Stadtkern attraktiver machen. Dabei werden wir darauf achten, dass Anwohner und ansässiges Gewerbe nicht benachteiligt werden und sich die Planungen auf das Kerngebiet konzentrieren.

” Wir werden darauf achten, dass Anwohner bei der Stadtkernentwicklung nicht benachteiligt werden”

Welche Projekte wollen Sie 2017 mit anschieben?

Rüpcke: Die Mensen und nachschulische Betreuung stellen das größte Projekt 2017 dar, hier wollen wir die Planungen eng begleiten, um eine langfristig zufriedenstellende Baulösung zu finden, die nicht den Kostenrahmen sprengt.

Löffler: Parallel muss das Schulzentrum Achter de Weiden weiter modernisiert werden und die Planung einer gemeinsamen Mensa möglichst zügig stattfinden, damit 2018 mit der Umsetzung begonnen werden kann.

Im Bauausschuss wollen wir eine Prioritätenliste für Schenefelds Infrastruktur erarbeiten, damit diese auch über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich verbessert werden kann und auch die Verwaltung Planungssicherheit hat.

Das Untergeschoss der Sporthalle am Schulzentrum wollen wir, unter Beteiligung von Blau-Weiß und der Schießsportgemeinschaft,  wieder einer sinnvollen Nutzung zuführen.  Dabei soll der Festsaal erhalten bleiben und von Schenefelds Bürgern gemietet werden können.

Wenn Sie eine Millionen Euro hätten, für welche Projekte würden Sie das Geld ausgeben? Ausgenommen sind die anstehenden Großinvestitionen für den Stadtkern und die Schulen.

Rüpcke: Die CDU-Fraktion würde das Geld in ein modernes Jugendzentrum investieren, das im neuen Stadtkern untergebracht wird.

Welche Noten würden Sie der Verwaltung geben?

Rüpcke: Die Verwaltung erfüllt Ihre Aufgaben gut.

Haben Sie einen guten Vorsatz für das neue Jahr?

Löffler: Kein Vorsatz, aber ein Wunsch ist, dass am Gymnasium nach Jahren des Chaos endlich Ruhe und Kontinuität in die Schulleitung einzieht. Wir hoffen, dass der nächste, hoffentlich bald gefundene Schulleiter  uns lange und erfolgreich erhalten bleibt.

 

Interview: Tanja Plock – Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des Schenefelder Tageblatts

Tobias Löffler
Letzte Artikel von Tobias Löffler (Alle anzeigen)