Ruhender Verkehr wird zunehmend zum Problem. CDU fordert Einschreiten der Verwaltung

Wer häufig in Hamburg unterwegs ist hat bestimmt schon erlebt, dass ein meist gelb lackiertes Abschleppfahrzeug gerade dabei ist, einen nicht vorschriftsmäßig geparkten PKW mit Hilfe eines Krans huckepack zu nehmen und davonzufahren. Auf Nachfrage erfährt man dann, dass der Wagen im sogenannten „Autoknast“ landet und dort durch den Besitzer nach Zahlung einer deftigen Rechnung wieder abgeholt werden kann. Der „Sünder“ zahlt ein Verwarngeld für das Falschparken, die Kosten für den Abtransport seiner Karosse und eine Verwahrgebühr, die sich nach der Dauer der „Beherbergung“ richtet.

Wer sich in Schenefeld auskennt, findet in kürzester Zeit mehrere Stellen, an denen liebe Mitmenschen es mit den Verkehrsvorschriften ebenfalls nicht besonders ernst genommen und gegen alle Vernunft ihr Fahrzeug verbotswidrig so aufgestellt haben, dass ein sicheres Weiterkommen für Andere nicht zu denken ist.  Verwarnungen oder gar den „Autoknast“ muss man in Schenefeld jedoch eher weniger fürchten.

Die örtliche CDU, die es bei derartigen Rechtsverstößen sinngemäß mit ihrem ehemaligen Bundespräsidenten Herzog (Ein Staat, der Gesetze macht, aber nicht für ihre Durchsetzung sorgt, macht sich lächerlich) hält, fordert die für den ruhenden Verkehr zuständige Verwaltung auf, dem bunten Treiben schnell ein Ende zu setzen.

Es gilt, in naher Zukunft an allen Kreuzungen und Einmündungen dafür zu sorgen, dass die Vorschrift fünf Meter frei zu lassen auch wirklich eingehalten wird und Durchfahrtbreiten neben nicht unter-brochenen Linien und Sperrflächen freigehalten werden.

Das einfache Mittel Knöllchen/Verwarngeld kann nach meiner Überzeugung

Autos versetzen. Dies auch bei denjenigen Zeitgenossen, die jede noch so kurze Strecke des Gehens für furchtbar halten und deshalb möglichst immer direkt vor ihrer Haustür parken wollen.

Bei schwereren Verstößen (Parken auf Feuerwehrzufahrten oder Behindertenplätzen, Geh- und Rad-wegen) sollte auf jeden Fall mit Hilfe der Polizei vom Verwarngeldbereich in den Bussgeldbereich gewechselt werden. Was spricht dagegen, dass die Ordnungskräfte der Stadt hin und wieder die beamteten Ordnungshüter rufen, wenn es gilt unmittelbare Gefahren abzuwehren?

Tobias Löffler

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