Stadtkernplanung: Auf das Wesentliche besinnen

Kern der Mitte

Die Planungen für eine neue Stadtmitte – auch Ortsmitte oder Stadtkern genannt – durch das Rathaus sind schon weit fortgeschritten. Jedoch ohne Rücksichtnahme der Bedenken vieler Bürgerinnen und Bürger und ohne Einvernehmen zwischen großen Teilen der Politik und Verwaltung. Muss das sein?

Bislang sind sich alle Beteiligten einig darüber, dass die Entwicklung um das Rathaus oberste Priorität hat. Aus Sicht der CDU Fraktion nützt den Schenefelderinnen und Schenefeldern ein kompaktes Bürgerzentrum. Und genau diese Erkenntnis war der Ursprung aller Überlegungen, auch von allen anderen.

Nunmehr sehen wir uns einem Entwurf gegenüber, der diese ursprüngliche Notwendigkeit ad absurdum führt. Wir sehen eine, für Schenefelder Verhältnisse, gigantische Fläche nördlich und südlich der LSE als Planungsgebiet für den neuen Stadtkern. Anwohner fürchten um ihre Grundstücke, Gewerbebetriebe um das Weiterbestehen. Und auf das finanzielle Wagnis wollen wir an dieser Stelle gar nicht erst zu sprechen kommen. Brauchen wir wirklich weitere Einzelhandelsgeschäfte; wo doch das Stadtzentrum schon Schwierigkeiten hat die Leerstände zu vermieten? Brauchen wir wirklich weitere gastronomische Betriebe?

Für die CDU Fraktion ist es in dieser Situation vernünftiger gewerbliche Betriebe zu halten und weitere anzusiedeln. Das schafft Arbeitsplätze in Schenefeld; auch für Schenefelder Bürgerinnen und Bürger. Und trägt auch dazu bei den Haushalt generationengerecht gestalten zu können, sowie den Verpflichtungen zeitnah nachzukommen.

Die CDU Fraktion in Schenefeld sieht sich daher in der Pflicht, ihre Position erneut deutlich zu machen.

stadtkern1

Stadtkern heute

Planungsgebiet nur eigene Grundstücke der Stadt

  • 1 – Heutiges Bürgerbüro
  • 2 – Alte Post
  • 3 – Rathaus
  • 4 – Bücherei / Sozialstation
  • 5 – Grundstücke im Privatbesitz

 

 

 

 

 

 

Ausgehend von dem Planungsgebiet laut CDU Vorschlag, soll ein kompaktes Bürgerzentrum erstellt werden, welches das Bürgerbüro enthält, die Bücherei, die Sozialstation, sowie weitere Räume für Zusammenkünfte in Schenefeld ansässiger Organisationen.

 

 

stadtkern2

Neuer Stadtkern

nach Fertigstellung

  • 1- Kompaktes Bürgerzentrum
  • 2 – Wohnungen
  • 3 – Rathaus
  • 4 – Wohnungen
  • 5 – Grundstücke im Privatbesitz
  • 6 – Querung des LSE für Fußgänger, Rollstuhl- und Radfahrer.

 

 

 

Die CDU Fraktion Schenefeld ist sich im Klaren darüber, dass auch diese Lösung Geld kostet. Wir veranschlagen die Erstellungskosten für das neue Bürgerzentrum (1) rund 5 Millionen Euro. Dafür werden zirka 2500 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung stehen. Durch den Abriss der vorhandenen Gebäude Bücherei, des Bürgerbüros und der Sozialstation gehen zirka 1100 Quadratmeter an Nutzfläche verloren. Auf dem stadteigenen Gelände der heutigen Bücherei und der Sozialstation (4) wird, so der alternative CDU Plan, eine Wohnungsbaugenossenschaft Wohnungen errichten, wobei sich die Stadt das Belegungsrecht sichert.

Wir vertreten diesen praktikablen Vorschlag, denn wir als Stadt sind in der Lage, dieses Vorhaben auch ohne Zuschüsse zu meistern. Die Gewährung von Zuschüssen durch das Land und den Bund sind an strenge Regeln und hohe Auflagen geknüpft. Wir müssen unsere Probleme lösen anstatt Jahrelang viel Geld in Planungen zu stecken um Zuschüsse zu erhalten. Stellen wir für das Haushaltsjahr 2017 Mittel in unseren Haushalt ein, kann bereits 2017 mit den Baumaßnahmen begonnen werden.

Wir unterbreiten einen soliden Vorschlag, der den Schenefelder Bedarf in angemessener Weise gerecht wird. Auf diese Weise erhalten wir auch zukünftig unsere Möglichkeiten auf Veränderungen reagieren zu können.

Beschluß der CDU Fraktion Schenefeld.

 

Holger Lilischkis

Bürgerliches Mitglied CDU-Fraktion Schenefeld

Holger Lilischkis
Letzte Artikel von Holger Lilischkis (Alle anzeigen)

Ein Gedanke zu „Stadtkernplanung: Auf das Wesentliche besinnen

  1. Karl-Heinz Müller

    Stadtkernplanung auf das Wesentliche besinnen
    Kern der Mitte
    dem Inhalt des o.a. Artikels kann ich in allen Punkten zustimmen. Seit vielen Jahren wurde die Politik mit Gutachten zur Stadtkernplanung “zugeworfen”, ohne dass sich an der vorhandenen Situation etwas änderte, außer dass unter der Luninez-Brücke ein beampelter Fußgängerüberweg entstand.
    Der von der CDU vorgelegten Planung möchte ich eine Ergänzung hinzufügen:
    Die vorhandene Luninez-Brücke sollte auf der Südseite der LSE mit einem Fahrstuhl ausgerüstet werden. Dieser wird es Behinderten, Rollstuhl- und Radfahrern erleichtern, die Brücke zu nutzen. Auf der Nordseite der LSE sollte die Brücke mittels einer Stahlkonstruktion verlängert werden bis in das erste Obergeschoß des Stadtzentrums hinein. Diese neue Anbindung des Stadtzentrums erhöht seine Attraktivität und schafft eine für alle Nutzer gefahrlose Querung der LSE. Dies ist besonders wichtig, wenn man an die zukünftigen Verkehre auf der LSE denkt, die entstehen durch den Bau der Westumgehung in Pinneberg.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.