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Kommunalpolitik und Schule – Eine gelungene Veranstaltung

In der vergangenen Woche ist mit einer Podiumsdiskussion im Forum unserer Stadt wieder einmal eine zweiteilige Veranstaltungsreihe zu ende gegangen, die bereits vor der Kommunalwahl 2008 ins Leben gerufen wurde, um Schülern die Kommunalpolitik näher zu bringen.

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Wenn Politik auf Schule trifft

SCHENEFELD. Alisha Mahrt hat als Ansporn ein paar Tüten mit Gummibärchen dabei. Die gibt es als Belohnung, wenn ein Schüler eine Frage stellt. Doch die Motivationshilfe der Jugendbeiratsvorsitzenden ist gar nicht nötig. Die Jugendlichen nutzen ihre Chance, den Politikern, die ihre Stimmen wollen, auf den Zahn zu fühlen. “Warum die Grünen erst noch zwei bis drei Jahre warten wollen, bevor sie an der Bürgerwiese etwas ändern”, will Klara Hafner von Michael Behrens wissen. “Im Moment müssen wir mit der Altlast leben und haben keine seriöse Planung”, gibt der Grünen-Politiker zu. Er hält die Bürgerwiese schlicht für unnötig und überflüssig.

Politik trifft auf Schule: 650 Jugendliche des Gymnasiums und der Gemeinschaftsschule verfolgen in zwei Veranstaltungen die Podiumsdiskussionen im Forum – organisiert von der Stadt und den Schulen. Neben Behrens stehen noch Tobias Löffler (CDU), Ingrid Pöhland (SPD), Andreas Wilken (OfS), Jens Förster (FDP) und Peter Hahn (BfB) im Licht der Scheinwerfer. Bürgerwiese oder lieber ein Sportplatz oder zumindest ein Bolzplatz? Schon beim ersten Thema werden die Unterschiede zwischen den Parteien und Wählervereinigungen deutlich. Die Befürworter – Löffler spricht von einer guten Lösung für wenig Geld – haben argumentativ eine schweren Stand. Kein Wunder, dass viele Schüler Minuten später bei der ersten Abstimmung die Karten für die Grünen, die BfB und die OfS in die Höhe strecken. Die Überzeugungskraft der Politiker wird unmittelbar bewertet.

Wenig später ist die Anzahl der orangen Karten unübersehbar. CDU-Mann Löffler punktet beim Aufreger-Thema am Gymnasium: Nicht nur Moderatorin Kimberley Lewerentz, sondern mehrere Schüler kritisieren den beklagenswerten Zustand der Sanitäranlagen. Die Toiletten im Oberstufentrakt sind abgeschlossen, weil kaputt. Löffler verspricht schnelle Hilfe, fordert die Sanierung, die “nicht alle Welt koste”. Pöhland widerspricht bei der Finanzierung. Sie hat das Geld im Auge, weiß, was Sanitäranlagen kosten. Politik pur.

Beim Thema JUKS nehmen Förster und Hahn die Jugendlichen in die Pflicht: “Ihr müsst euch einbringen. Wir wollen eure Meinung hören.” An diesem Vormittag ist das Votum eindeutig. Wer in den letzten 14 Tagen im JUKS war, will Moderatorin Paulina Jacobs von den Schülern wissen. Keine Hand rührt sich. Das empfindet niemand in der Politik-Runde als befriedigend. Wilkens plädiert für einen Jugendtreff in der Siedlung, will dafür Geld in die Hand nehmen. Behrens will keine zweite Jugendzentrums-Baustelle in der Stadt aufmachen, sondern die erste zunächst beseitigen. Ein Thema, zwei Parteien, zwei Meinungen – perfekt für die Meinungsbildung.

Dass den Schenefelder Politikern oft auch die Hände gebunden sind, erfahren die Jugendlichen beim Thema Busverbindungen, die von Schülern und Politikern gleichermaßen als völlig unzureichend kritisiert werden. “Jede zusätzliche Leistung kostet die Stadt viel Geld”, sagt Pöhland. Der HVV sei als Wirtschaftsunternehmen ein harter Verhandlungspartner. Nach 90 Minuten ist Schluss. Behrens formuliert, was sich alle sechs Politiker auf dem Podium wünschen: “Geht bitte zur Wahl.”

Christian Brameshuber

Nachdruck und Benutzung der Fotos mit freundlicher Genehmigung des Schenefelder Tageblatts.

Auswahl des Artikels durch

Tobias Löffler
CDU-Fraktion Schenefeld

 

Podiumsdiskussion am Schulzentrum

Im Rahmen der Kommunalwahl am 26. Mai besuchten Kommunalpolitiker aller Schenefelder Parteien das Schulzentrum Achter de Weiden, um sich und ihre Ziele vorzustellen und die Fragen der Schüler zu beantworten.

Als Teilnehmer für die CDU-Fraktion bin ich beeindruckt von den vielen konstruktiven Fragen und Anmerkungen der Schüler und kann diese Informationsveranstaltung als vollen Erfolg bezeichnen. Schließlich war das Ziel nicht nur, für seine Partei zu werben, sondern die Schüler zum Mitmachen und Wählen zu begeistern. Dies wurde eindeutig geschafft.

Gerade was Themen wie das JUKS, die Bürgerwiese oder die Gestaltung der Schulen angeht, sind natürlich in erster Linie die Jugendlichen gefragt. Sollen hier in Zukunft Angebote entstehen, die auch angenommen werden, muss die Politik parteiübergreifend auch die Jugend und deren Vertretung, den Jugendbeirat, einbeziehen.

Ich bin zuversichtlich, dass mit dem entsprechenden Engagement seitens der Politik und Jugend erfolgreich an Schenefelds Zukunftsfähigkeit gearbeitet werden kann. In diesem Sinne appelliere ich noch einmal an alle, am 26.05 ihre Chance zur Mitbestimmung auch zu nutzen.

Tobias Löffler
CDU-Fraktion Schenefeld