Umgestaltung der LSE – weitere Schritte

Die LSE trennt Schenefeld autobahnähnlich entzwei. Im Rahmen der Stadtkernerneuerung soll sie möglichst so verändert und umgebaut werden, dass Schenefeld zusammenwachsen kann oder zumindest ihr trennender Charakter abgemildert wird. Fraktionsmitglied Hans-Detlef Engel begleitet im Ausschuss für Stadtentwicklung das Projekt und legt die einzelnen Schritte dar: 

Liebe Leserin, lieber Leser,

zur Sanierung des Schenefelder Stadtkerns hat es eine geradezu vorbildliche Einbindung der Öffentlichkeit gegeben. Mehrfach fanden im Rathaus Veranstaltungen statt, die zum Ziel hatten, interessierten Einwohnern Gelegenheit zur Mitwirkung in Planung und Schwerpunktsetzung zu geben und jeweilige Sachstände öffentlich zu machen. Eine besondere Rolle dabei nahm die Diskussion über eine Umgestaltung der Landesstraße 103 direkt vor dem Stadtzentrum ein.

Um die Dinge voranzutreiben, hat sich am 09.02.2017 der zuständige Ausschuss dafür entschieden, eine Untersuchung zu den Möglichkeiten der Veränderung in Auftrag zu geben. Ein Beschluss, der darauf abzielte, Zahlen über die Verkehrsmenge und Umgestaltungsvorschläge zu erhalten, die hauptsächlich für Fußgänger und Radfahrer Verbesserungen bringen sollten.

Da jetzt das Ergebnis der Erhebung über die Verkehrsmenge am neuralgischen Punkt Luninezbrücke (30 000 Fahrzeuge/Tag mit steigender Tendenz) vorliegt und auch die ersten zwei in der Presse veröffentlichten Veränderungsvorschläge in die Diskussion gekommen sind, hier die Schilderung der weiteren Schritte zur Verbesserung der Situation.

Schon in der nächsten Ausschusssitzung wird nach der Präsentation weiterer Möglichkeiten der Umgestaltung eine Abstimmung darüber stattfinden, mit welcher der dann vier Möglichkeiten die Straßenverkehrsbehörde konfrontiert werden soll. Dabei wird es darauf ankommen, größtmögliche Abmilderung der unerwünschten Wirkung der trennenden Straße zu erzielen und trotzdem den Preis für das Projekt in einem für die Stadt tragbaren Rahmen zu halten.

Leider ist nicht damit zu rechnen, dass die zu erwartenden hohen Kosten durch das Land oder den Bund  übernommen werden. Erste Rückmeldungen aus dem Landesbetrieb Verkehr lauten:

„Wer eine Landestraße umbauen will, muss selbst für die Kosten aufkommen. Schenefeld war ab 1962 in die Planung einbezogen und hat dem Bau zugestimmt. Dass dieser Verkehrsweg aus heutiger Sicht so nicht mehr gebaut würde, ändert nichts an dieser heutigen Rechtslage.“

 Schenefeld, seine Bürgerinnen und Bürger und die Entscheidungsträger der Politik haben leider nur die Wahl zwischen der Verwirklichung einer Verbesserung an dieser Stelle, für die sie selbst zahlen müssen, oder dem Weiterleben mit einer autobahnähnlichen und trennenden Schnellstraße an der Nahtstelle zwischen Siedlung und Dorf.

Hans-Detlef Engel,

CDU-Fraktion

Hans-Detlef Engel

2 Gedanken zu „Umgestaltung der LSE – weitere Schritte

  1. Aulerich

    Die Errichtung eines Grünstreifens wird die Trennung nicht aufheben. Der Ortseingang muss weiter auswärts der LSE sein und die Geschwindigkeit somit auf Tempo 50 reduziert werden. Die Autobahnoptik muss verschwinden. Wenn die Stadt Schenefeld jetzt kein Geld in die Hand nimmt, dann ist das Ziel in den kommenden Jahrzehnten nicht mehr zu erreichen.

    1. Hans-Detlef Engel

      Beim Thema Verlegung Ortsschild/Tempolimit auf der LSE sind wir seit Längerem dran, dies zu ändern. Leider kann dies nicht in Schenefeld entschieden werden, sondern vom Kreis, bzw. Land. Hier können wir also nur immer wieder drängend anfragen, was wir über die Verwaltung und den Stadtentwicklungsausschuss tun.
      Der Grünstreifen wird die Trennung nicht aufheben, da haben Sie Recht – allerdings wird er die Optik zumindest verbessern – insgesamt scheint es wenig realistisch, dass das Land im Zuge der anstehenden Sanierung die Vierspurigkeit aufheben wird, um den Autobahncharakter aufzuheben.

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