Vertrauen und Kontinuität – Mehrheit für IT-Vorstoß der CDU

Schule. Das Thema Nummer 1 – es geht um unser aller Zukunft. Endlich sind sich ROT-GRÜN und CDU, gemeinsam mit OfS und BfB, in einer aktuellen Fragestellung einig: Wie können Politik und Verwaltung alle Schenefelder Schulen in Puncto IT-Einsatz entlasten, helfen und nach vorn bringen? Eine einfache Lösung: Es wird nach dem Vorschlag der CDU verfahren und eine neue Stelle geschaffen.

Die IT-Ausstattung und die IT-Fachkraft an allen Schenefelder Schulen ist Thema des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur. Der Ausschuss hat sich von der Notwendigkeit der Umsetzung des CDU-Vorschlages im Rahmen einer Begutachtung der derzeitigen Lage vor Ort durch eine von der Schulleitung durchgeführte Begehung in den Schulen überzeugt. Allen Ausschussmitgliedern wurde klar: Der CDU-Antrag kam keine Sekunde zu spät; es ist Zeit zu handeln.

Jedoch landet ROT-GRÜN erneut einen exzellenten Coup. Ein ehemaliger Ministerpräsident hat einmal den Ausdruck geprägt, dass „mit dem Klammerbeutel gepudert“ sein müsse, wer derartige Wandlungen in seiner Argumentation an den Tag legt. Aber der Reihe nach.

Vor Monaten stellten die GRÜNEN einen Antrag auf Einführung eines Baumkatasters. Nur, das gibt es schon seit Jahren, bearbeitet von einem externen Dienstleister. Dies geht aber nach Ansicht der GRÜNEN gar nicht – externe Dienstleister – Nein. Das Baumkataster muss Bestandteil der eigenen Verwaltung innerhalb des Rathauses sein. Dafür kämpfen die GRÜNEN; und ROT auch.

Völlig anders herum verhält es sich mit einer zunächst unstrittigen internen IT-Fachkraft zur Unterstützung aller Schulen in Schenefeld. Hier muss plötzlich, nach Ansicht von ROT-GRÜN, unbedingt ein externer Dienstleister eingesetzt werden. Der Vorschlag der CDU, und aus Sicht aller sonstigen Beteiligten die einzig richtige Lösung hierfür, eine separate Stelle zu schaffen – Nein! Nein, nur weil man sich nicht überwinden kann, einem CDU-Antrag unverändert zuzustimmen?

Dabei raten alle Beteiligten von einem externen IT-Dienstleister ab: Die vier allgemeinbildenden Schulen in Schenefeld möchten kein Personal von Außerhalb an ihre Computer lassen. Die Verwaltung hatte im Vorfeld schon ausgelotet, wie es andere Schulen im Kreis und darüber hinaus handhaben; welche Erfahrungen vorliegen mit externen IT-Dienstleistern an Schulen. Alle Berichte aus der Praxis deuten darauf hin, dass die Inanspruchnahme von Dienstleistern an Schulen unzureichend ist und nur eine interne Fachkraft wirkliche Entlastung bringt.

Die Leitungen aller Schenefelder Schulen sprechen sich ebenfalls eindeutig und unmissverständlich für eine fest angestellte, interne IT-Fachkraft aus. Schließlich handelt es sich um eine sehr wichtige Stelle, die Vertrauen voraussetzt und kontinuierlich daran beteiligt ist, die IT-Welt an den Schulen zu entwickeln. Es ist eben auch ein Unterschied, ob man auf einen Mitarbeiter im eigenen Haus zurückgreifen kann oder nach einem IT-Dienstleister schicken muss, der dann angereist immer einen Lehrer oder eine andere Person aus dem Hause bindet. Denn wer möchte schon dem externen Dienstleister alle Schlüssel aushändigen zur freien Bewegung in den Schulen? – Die Lehrerschaft sicher nicht.

Und wie ist es mit den Passwörtern? Mit den Zugängen zum internen und externen Netzwerk? Natürlich werden die Passwörter geändert. Aber jeder kennt das Trojanische Pferd – wie ist sichergestellt, dass jeder Mitarbeiter eines externen IT-Dienstleisters vertrauenswürdig ist? Was passiert, wenn der externe IT-Dienstleister laufend neue Mitarbeiter entsendet? Es sind einfach zu viele offene Fragen. Abgründe tun sich auf, wenn man mehr und mehr darüber nachdenkt.

Das hat auch ROT-GRÜN überzeugt. Falls die Verwaltung und die Schulen nicht auf externe Dienstleister zurückgreifen möchten, gibt es die Stimmen der SPD und der Grünen für die Schaffung der Stelle. Noch zum Schuljahresbeginn 2015/2016 könnte der CDU-Vorschlag in die Tat umgesetzt werden. Dafür hat ROT-GRÜN ein Lob verdient.

 

Holger Lilischkis
CDU-Fraktion Schenefeld

Holger Lilischkis
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